25.10.2025: Christus ist mein Leben
Christus ist mein Leben
Geistliche Konzerte von Andreas Hammerschmidt und Johann Rosenmüller
Samstag, 25. Oktober 2025, 17 Uhr – Kirche St. Stephan Bamberg, Stephansplatz
Ensemble 1684, Leipzig – Leitung: Gregor Meyer
Chor der Musica Canterey Bamberg – Leitung: Norbert Köhler
Kammerchor der Unterstufe des E.T.A. Hoffmann-Gymnasiums
Werkzeug für die Seele, Blumen für die Ohren
Das Programm am Sonntag, den 26.10.2025, in der Thomaskirche, Leipzig
Ensemble 1684, Leipzig – Leitung: Gregor Meyer
Chor der Musica Canterey Bamberg – Leitung: Norbert Köhler
Thomanernachwuchs der Grundschule forum thomanum, Großen Kurrende der Singschule St. Thomas Leitung: Maria Leistner
Andreas Hammerschmidt, vor 350 Jahren in Zittau verstorben, hat über 400 Werke hinterlassen, die bereits zu Lebzeiten in mehreren Auflagen gedruckt wurden und weite Verbreitung erfuhren. Seine Kirchenmusik deckt eine große stilistische Vielfalt von der traditionellen Motette bis zum geistlichen Konzert italienischer Prägung in unterschiedlichsten Besetzungen ab.
Das Werk Johann Rosenmüllers steht in seinen Leipziger Jahren unter dem Einfluss von Heinrich Schütz. Später in Venedig lässt er sich vom modernen dramatischen Stil Monteverdis und Cavallis inspirieren.
Das gastierende Ensemble 1684 setzt sich aus Gesangssolisten und Instrumentalisten zusammen. Der Pianist, Organist, Dirigent und Chorleiter Gregor Meyer steht auch am Pult weiterer renommierter Formationen, allen voran des Leipziger Gewandhauschors. Sein besonderes Interesse gilt der Erforschung und Aufführung von Werken der regionalen Musikgeschichte; so hat er 2021 eine Gesamteinspielung der Kantaten des Thomaskantors Johann Kuhnau abgeschlossen.
Das Ensemble 1684 hat bereits drei CDs mit Werken Rosenmüllers veröffentlicht, die neueste im vergangenen Herbst.
20.07.2025: Ich weiß, dass mein Erlöser lebt
Benefizkonzert zugunsten der Orgel-Renovierung
Sonntag, 20. Juli 2025, 18 Uhr – Erlöserkirche Bamberg, Kunigundendamm
Ruth Ellner (Violine), Dorothea Lieb (Zink und Blockflöte), Yosuke Kurihara (Gambe und Posaune), Markéta Schley Reindlová (Truhenorgel)
Chor der Musica Canterey Bamberg
Leitung: Norbert Köhler
Die Steinmeyer-Orgel der Erlöserkirche wird heuer 50 Jahre alt und bedarf dringend einer umfassenden Sanierung. Mit unserem Konzert wollen wir zur Finanzierung beitragen.
Der Name der Kirche führt zu dem naheliegenden Titel. Dieser Text wurde mehrfach vertont, u. a. von Schütz, Schein und Johann Michael Bach. Weitere Chorwerke und Triosonaten von Lechner, Tallis, Weckmann und Erlebach ergänzen das Programm aus Renaissance und Barock.
18.05.2025: Les Baricades Mistérieuses
‚Minimal Music‘ im Barock und heute
Sonntag, 18. Mai 2025, 17 Uhr – Irmler-Saal der Universität Bamberg, An der Weberei 5, Bamberg
Christoph Schanze, Klavier
Der Titel Les Baricades Mistérieuses, den der französische Barockkomponist François Couperin einem seiner Cembalostücke gegeben hat, ist rätselhaft. Es entfaltet sich eine endlos wirkende Klangfläche aus gebrochenen Akkorden, deren Harmonien ineinanderfließen und die beim Hören einen beinahe hypnotischen Bann ausüben. Fast scheint es so, als hätte Couperin in diesem und ähnlich angelegten Stücken Prinzipien der sich seit den 1960er Jahren entwickelnden Minimal Music vorweggenommen.
Ihr Kennzeichen sind repetitive Strukturen: melodische, rhythmische oder harmonische Elemente werden aneinandergereiht und in leichten Variationen und Verschiebungen vielfach wiederholt, wodurch serielle Klangflächen mit einer oftmals meditativen Wirkung entstehen. Werke von Philip Glass und Yann Tiersen treten in einen Dialog mit ‚seelenverwandter‘ Musik aus dem deutschen und französischen Barock u.a. von J. S. Bach und F. Couperin.
Christoph Schanze absolvierte jeweils ein abgeschlossenes Studium in Germanistik und Schulmusik, ferner Klavier-, Cembalo- und Dirigierunterricht, bevor er sich schließlich auf die Germanistische Mediävistik spezialisierte (Promotion 2015). Er wirkt seit dem Sommersemester 2023 als Akademischer Rat auf Zeit an der Professur für Germanistische Mittelalterforschung der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.
In Zusammenarbeit mit der Universität Bamberg
10.05.2025: Magnificat – Lobpreis Mariens
Im Rahmen der 9. Bamberger Chornacht
Samstag, 10. Mai 2025, 21:00 Uhr – Kirche St. Jakob, Jakobsberg
Chor der Musica Canterey Bamberg, Leitung: Norbert Köhler
Die 9. Bamberger Chornacht thematisiert die Verehrung Mariens. Neben dem Magnificat („Meine Seele erhebt den Herrn”) erklingen Vertonungen weiterer berühmter Texte wie Ave Maria, Ave Maris stella, Tota pulchra es u. a. Motetten von Meistern aus Renaissance und Barock präsentiert der Chor der Musica Canterey Bamberg im halbstündigen Konzert um 21 Uhr. Zum Abschluss um 23 Uhr in der Kirche St. Stephan bringen wir gemeinsam mit dem musica-viva-chor bamberg, dem Kaiser-Heinrich-Chor Bamberg und der Mädchenkantorei am Bamberger Dom Werke aus unterschiedlichen Epochen zur Aufführung.
16. Bamberger Musiksalon
Samstag, 22. Februar 2025, 19 Uhr – Institutskirche (Holzmarkt)
Moderation: Stefan Fuchs
Chor der Musica Canterey Bamberg
Leitung: Norbert Köhler
Kein anderer Komponist hat die geistliche Vokalmusik so lange und nachhaltig geprägt wie Giovanni Pierluigi da Palestrina, der vor 500 Jahren geboren wurde. Landläufig benannt nach seiner Geburtsstadt südöstlich von Rom – wirkte er über Jahrzehnte als Kapellmeister in der Capella Giulia des Petersdoms, später an der Lateranbasilika, an Santa Maria Maggiore und in weiteren bedeutenden Positionen in Rom. Palestrina spielte eine wichtige Rolle bei den Entscheidungsprozessen des Tridentiner Konzils und wurde im Nachhinein zum „Retter der Kirchenmusik“ stilisiert. Berühmtestes Werk in diesem Kontext wurde seine sechsstimmige Missa Papae Marcelli.
Über Jahrhunderte wurde Palestrinas Kompositionsstil prägend für weitere Komponistengenerationen, was sich beim Wiener Hofkapellmeister und bedeutsamen Musiktheoretiker Johann Joseph Fux in dessen berühmtem Lehrwerk Gradus ad parnassum (1725) niederschlug. Diese Beschreibung des Palestrina-Stils in Dialogform war sogar Grundlage der kirchenmusikalischen Restaurationsbestrebungen im 19. Jahrhundert. Die cäcilianische Bewegung dieser Zeit führte dazu, dass auch herausragende Komponisten (Liszt, Rheinberger, Brahms, Bruckner) sich mit der Musik Palestrinas künstlerisch auseinandergesetzt haben.