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Jahresarchiv 2024

Trauer und Trost in der Barockmusik

Samstag, 23. November 2024, 19:30 Uhr – Kirche St. Gangolf, Bamberg
Sonntag, 24. November 2024, 18 Uhr – Stiftsbasilika Herrieden

Capella Serenissima
Ruth Ellner, Violine
Dorothea Lieb, Zink und Blockflöte
Yosuke Kurihara, Gambe und Bassposaune
Ralf Waldner, Truhenorgel

Chor der Musica Canterey Bamberg
Leitung: Norbert Köhler

Die ausgewählte Chormusik entstammt der Epoche des deutschen Früh- und Hochbarock. Es sind Werke von Heinrich Schütz, Johann Hermann Schein und mehreren Mitgliedern der weitverzweigten Bach-Familie, die im mitteldeutschen Raum über Generationen Stellen als Organisten, Kantoren oder Stadtpfeifer bekleideten. Die Chorstücke vermitteln und vertiefen Gefühle der Trauer, wie auch des Trostes.
Dem jeweiligen Affekt angepasst leistet dies die Anwendung der musikalisch-rhetorischen Figuren, die sowohl für die vokale als auch instrumentale Musik Gültigkeit besitzt. So lassen sich diese Empfindungen auch in den Sonaten von Johann Rosenmüller und Passacaglien u. a. von Biagio Marini wiederfinden.

13.07.2024: In Memoriam Henrici

Gregorianische Gesänge zum 1.000. Todestag von Kaiser Heinrich II.

Samstag, 13. Juli 2024, 22.30 Uhr

Kirche St. Jakob, Bamberg

Das Programm umfasst u. a. drei Gesänge des Mess-Propriums (Introitus, Graduale und Alleluja), das dem Heinrichsfest am 13. Juli zugeordnet ist, ferner Gesänge zu den Krönungsfeierlichkeiten Heinrichs II. („Laudes regiae” und „Te Deum laudamus”) und die Vertonung eines Texts, dessen Anfang auf dem blauen Kunigundenmantel im Bamberger Diözesanmuseum als gesticktes Medaillon erscheint.

Die romanische Jakobskirche ist der ideale Raum für dieses einstündige Nachtkonzert.

Konstantin Paganetti (Bariton)
Chor der Musica Canterey Bamberg
Leitung: Winfried Bönig (Domorganist in Köln)

15. Bamberger Musiksalon

Musik für Kaiser Rudolf II.

Freitag, 14. Juni 2024, 20 Uhr, Johanniskapelle, Stephansberg

Ensemble Pleiades
Silvia Bier (Sopran), Nele Gramß und Christina Röckelein (Mezzosopran), Claudia Hafner (Alt), Arnhard Heinisch (Tenor), Manuel Krauß (Bass), Tobias Kraft (Viola da Gamba), Stefan Fuchs (Cembalo und Moderation)

Rudolph II war der einzige Habsburger, der seinen Regierungssitz nach Prag verlegte. Er war hochgebildet und ein großer Förderer von Kunst und Wissenschaft. Er verpflichtete bedeutende Musiker, wie den aus dem Herzogtum Krain stammende Jacobus Gallus, die beiden Niederländer Jacob Regnart und Charles Luyton sowie den in Mecheln geborenen Philipp de Monte. Dieser diente dem Kaiser von 1577 bis zu seinem Tod 1603. Sein umfangreiches Gesamtwerk enthält sowohl Geistliches (Messen, Psalmen, Motetten u.a.) sowie Weltliches, darunter über 1200 Madrigale.

Der böhmische Bach

Geistliche Werke von Jan Dismas Zelenka

Samstag, 15. Juni 2024, 20 Uhr, Kirche St. Stephan, Stephansberg
Einführungsvortrag um 19 Uhr in der Johanniskapelle, Stephansberg

Vokalsolisten Pleiades
Chor der Musica Canterey Bamberg
Barockorchester l‘arpa festante
Leitung: Norbert Köhler

Jan Dismas Zelenkas meisterliche Satzkunst und die außerordentliche Ausdruckskraft seiner Werke veranlasste schon die Zeitgenossen, ihn mit dem Leipziger Thomaskantor zu vergleichen. 1679 wurde er in Lounovice als Sohn eines Organisten geboren. Seine musikalische Ausbildung erwarb er in Prag, wo er auch erste Verpflichtungen wahrnehmen konnte. 1710 wurde er Kontrabassist der Dresdener kurfürstlichen Hofkapelle, der er bis zu seinem Tod 1645 die Treue hielt. Mehrjährige Bildungsreisen führten ihn nach Wien und Italien. Gleichbedeutend mit seinen geistlichen Werken (Messen, Requien, Kantaten u. a.) gilt sein instrumentales Schaffen für Orchester (Sinfonien, Concerti) und Kammerensemble (Triosonaten).

Böhmische Virtuosen an europäischen Höfen

Werke u. a. von H. I. F. Biber, J. und F. Benda und J. Stamitz

Sonntag, 16. Juni 2024, 17 Uhr
Johanniskapelle, Stephansberg
Einführungsvortrag um 16 Uhr

fattoamano – Barocksolistinnen der Bamberger Symphoniker
Sabine Lier und Angela Stangorra (Violinen), Verena Obermayer (Violoncello), Ralf Waldner (Cembalo)

In Böhmen geborene Talente wie Jiří Antonín und František Benda, Heinrich Ignaz Franz Biber, Josef Antonín Štěpán oder Jan Václav Stamitz machten in Wien, Berlin-Potsdam, Salzburg oder Mannheim eine glanzvolle Karriere als Virtuosen und Komponisten. Biber wurde für seine Verdienste am Salzburger Hof vom Kaiser geadelt, Stepan als Klavierlehrer der kaiserlichen Familie an den Wiener Hof berufen. Jan Václav Stamitz, den 1743 Kurfürst Karl Theodor mit der Leitung seines Mannheimer Orchesters beauftragte, formte als Konzertmeister einen Klangkörper, der europaweite Berühmtheit erlangte. Leopold Mozart urteilte 1763, das Orchester sei „ohne Widerspruch das beste in Teutschland“. Das instrumentale Schaffen von J. Stamitz gilt als stilbildend für die frühklassische Epoche.

17.03.2024: Laudamus te

Gemeinschaftliches Chorkonzert

Sonntag, 17. März 2024, 18 Uhr, Kaiserdom Bamberg

Chor der Musica Canterey Bamberg, Leitung: Norbert Köhler
Domkantorei Bamberg, Leitung: Vincent Heitzer
Kaiser-Heinrich-Chor Bamberg, Leitung: Helmut Mehling
musica-viva-chor bamberg, Leitung: Norbert Köhler

Im Gedenken an Kaiser Heinrich II. (1024 †) präsentieren im Jubiläumsjahr vier renommierte Chöre Bambergs, die sich durch die im zweijährigen Turnus stattfindende Bamberger Chornacht freundschaftlich verbunden sind, ein vielseitiges Programm. Dabei erklingt Chormusik von der Renaissance bis zur Gegenwart mit einem Schwerpunkt auf Werken, die Lobpreis und Huldigung thematisieren.

Der Chor der Musica Canterey singt englische Krönungshymnen von Henry Purcell (1659-1695) und John Blow (1648-1708), die erstmals zur Krönung von James II. 1685 erklungen sind, ferner weitere Werke späterer Epochen gemeinsam mit den anderen beteiligten Chören.